Ein drittes Mal wird im ganzen Schulhaus gelacht, gedacht und gemacht. Auch heute gibt es viel zu berichten. Um zu erfahren, was am Mittwoch der Projektwoche alles passiert ist, lest die folgenden Berichte.
Oberstufenraum
Für die Gestaltung des Oberstufenraums ist diese Woche ebenfalls ein Projekt vorgesehen. Die Schülerin Narges Mohammadi sagte dazu folgendes: „Wir bauen die Bibliothek in den Oberstufenraum für J1 und J2 um.“
Die verschiedenen Mitglieder des Projekts haben sich mittlerweile im Sinne der Arbeitsteilung in verschiedene Gruppen aufgeteilt. „Manche sind für die Deko zuständig, andere räumen aus und ein. Dann gibt es noch Leute, die für Kunst zuständig sind. Die malen Bilder, die sie dann aufhängen können.“
Wie schon beim Projekt für die Toilettenverschönerung merkt man, dass die Schüler voller Motivation sind. Die Themen und Gestaltung ähneln ebenfalls denen der Toilettenverschönerung: „Der Vibe soll naturnah sein. Die Wände demnach grün und beige. Und dann alles quasi in den Farben, sehr erdige, natürliche Farben.“ Die Nähe zur Natur scheint bei den gestalterischen Projekten eine besonders große Rolle zu spielen. Sei es auf den Toiletten oder im Oberstufenraum: Pflanzen, Natur und die Umwelt werden mit Gemütlichkeit und Geborgenheit assoziiert und, wo möglich, direkt in die Räume integriert oder verbildlicht eingebaut.
Der Raum soll jedoch nicht nur schön gestaltet sein, sondern auch einen Nutzen für die Schüler haben. Dazu sollen eine Mikrowelle und ein Wasserkocher besorgt werden. Außerdem ist ein rotes Sofa als „Eyecatcher“ vorgesehen. Im Sinne dessen war am heutigen Tag ein Ausflug zu IKEA für eine der Gruppen vorgesehen. „Die Dekos, die ‚final touches‘, die kommen am Donnerstag.“
Momentan ist der Oberstufenraum noch weitestgehend leer. Man kann sich aber sicher sein, dass er im weiteren Verlauf der Projektwoche in eine Wohlfühloase für jetzige und kommende Generationen der Oberstufe verwandelt wird.




Idee wird Realität – Die neue Essenstheke
Seit Herr Dörner von der Schule gegangen ist, fragen sich viele Schüler, wie es nun mit dem Verkauf am Kiosk weitergehen soll. Während dieser Projektwoche wird an einer vermeintlichen Lösung gearbeitet.
Yasemin und Onur Aktepe vom CAFÉ VAI verkaufen in dieser Projektwoche an der Schule belegte Brötchen, Brezeln und auch Früchte. Die beiden sind kurzfristig eingesprungen, nachdem das Stromberg-Gymnasium sie kontaktierte und erfreuen die Schüler seither mit ihren frischen, leckeren und günstigen Produkten.
Die Brötchen und Brezeln kommen vom Edeka in Vaihingen, zu dem das CAFÉ VAI schon eine langjährige Beziehung pflegt. Die ganzen Zutaten zum Belegen haben die beiden vom METRO, welcher ebenfalls regelmäßig das Café beliefert. Die Brötchen belegen die beiden immer selber und mit sehr viel Liebe.
Das Ziel der beiden ist es, den Schülern diese Woche einen Zugriff auf Essen in den Pausen zu gewährleisten. Langfristig planen Yasemin und Onur aber, den Kiosk am Stromberg-Gymnasium zu übernehmen und so in die Fußstapfen von Herrn Dörner zu treten. Ob dies aber wirklich umgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen, da das Café zurzeit mit einem Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat und die beiden den ganzen Tag im eigenen Café an der Theke arbeiten müssen.
Die ersten Reaktionen der Schüler auf die Theke fallen sehr positiv aus und die meisten freuen sich, dass man endlich mal wieder etwas in den Pausen kaufen kann. Auch wird bei dem Verkauf darauf geachtet, dass weniger Süßes und mehr Gesundes und Herzhaftes angeboten wird und es den Schülern so ermöglicht wird, sich gesünder zu ernähren. Das findet ebenfalls Anklang bei der Schülerschaft und laut vielen Schülern kann man sich auch nicht über die Preise beschweren, da alles wirklich preiswert angeboten wird.


Stromcraft 2025 –wir bauen unsere Klassenwelt
Wie können die Klassengemeinschaft, die Schule und das weitere Schuljahr verbessert und mitgestaltet werden? Diese Frage stellen sich die siebten Klassen in der Projektwoche.

Hierfür lernen sie eine Arbeitsmethode namens „Design Thinking“ kennen. Dabei wird die Bedeutung eines bestimmten Themas geklärt, um daraufhin verschiedene Problemfragen und Herausforderungen herauszuarbeiten. Nach einem ersten Brainstorming führten die Schüler dann Interviews, um eine andere Perspektive auf ihr Thema zu bekommen. Im Anschluss versuchen sie, Lösungswege für ihr Problem zu finden und auf kreative Weise darzustellen.
Ein Anliegen der Gruppen war, den Unterrichtsalltag durch gemeinsame Klassenausflüge zu bereichern, um die Klassengemeinschaft zu stärken. Für die Schulgemeinschaft nahm sich eine Gruppe vor, einen Snackautomaten anzuschaffen. Auch die Weiterführung des grünen Klassenzimmers kam als Projektidee auf. Die Schüler wollen einen Ort in der Natur schaffen, an dem sich alle wohlfühlen, an dem man unterrichten kann und der für die Schulgemeinschaft zugänglich ist.
KI-Projekt
KI – die Technologie der Zukunft. Schon heute wird sie tagtäglich von vielen Schülern benutzt. So auch im „KI-Projekt“ der J1 während der Projektwoche am Stromberg-Gymnasium. Bei diesem Projekt wird KI genutzt, um Objekte oder Personen auf verschiedenen Bildern zu erkennen.
Eine Gruppe nutzt hierbei ein vortrainiertes Programm, welches sie so modifizieren, dass es Objekte und Personen beschriften kann. Es zeigt auch an, mit welcher Wahrscheinlichkeit etwas einen Stuhl oder eine Person darstellt. Sie sagt zum Gelingen des Projekts: „Am Anfang lief‘s nicht gut, aber dann haben wir ein anderes Modell verwendet. Jetzt klappt‘s.“ Später kam jedoch noch ein Fehler im Programm auf, der die Funktion behinderte und erstmal ausgebessert werden musste.
Die andere Gruppe hat einen komplizierteren Weg gewählt. Sie trainierte ihre KI selbst. Für dieses Training nutzt sie bekannte Wimmelbilder mit der Figur „Walter“. Später verwendet sie dann ein großes Wimmelbild, bei dem die KI die einzelnen Bildbereiche durchsucht und schaut, ob Walter in ihnen zu finden ist. Er soll dann von ihr markiert werden. Sollte sie noch Zeit haben, würde sie noch die Wahrscheinlichkeit anfügen, mit der eine Person Walter ist. Später könnte man bei dem Spiel „Wo ist Walter?“ gegen die KI antreten.
Die beiden Gruppen befassen sich in diesem Projekt mit einem für sie in Zukunft sehr wichtigen Thema: nämlich wie KI sinnvoll genutzt werden kann und wozu siefähig ist, wenn man sie trainiert. Sie lernen diese wichtige Zukunftstechnologie nicht nur kennen, sondern lernen auch, wie man mit ihr arbeitet. Dies könnte in Zukunft noch von großer Bedeutung sein.
Berichte und Fotos: Roxanne Aichinger, Alisa Cords, Emilia Kopp, Marlene Meinholdt, Noah Stenzel, Noah Tantner



