Gelacht, gedacht und gemacht zum Zweiten: der zweite Tag der Projektwoche. Die Ideen vom ersten Tag werden nun in die Tat umgesetzt, überall wird gebastelt und gebaut.
Future Skills
Im Future Skills Projekt geht es darum, in kleineren Gruppen ein Projekt im Sinne der Zukunft zu gestalten. Dazu haben wir die Schülerin Alyanna Völlm befragt. Auf die Frage „Was ist ihr Projekt?“ antwortete sie: „Ich weiß es selber nicht genau. Man hat ein Projekt zu einem Thema und muss dazu etwas gestalten, also eine Präsentation zum Beispiel.“
Man merkt, es gibt noch Unklarheiten und Fragen über das Projekt, die sich im Lauf der Projektwoche sicherlich noch klären werden. Das hält die Schüler aber nicht davon ab, sich schon für ihre Themen einzusetzen. „Wir haben eine Umfrage bekommen, dazu konnten wir aussuchen, was wir gerne machen würden. Ich habe ‚Geld und Wohlstand‘ und ‚Politik und Klima‘ genommen.“
Als Begründung und Erklärung für ihre Wahl sagt die Schülerin: „Gerade interessiert mich am meisten Politik. Einfach, weil es gerade sehr schlecht aussieht in der Weltpolitik. Mein Thema wäre die Dominanz der AfD, wieso die so viele wählen. Ich würde mich mit den Gründen befassen, warum eine Person die AfD wählt.“ Diese Einstellung symbolisiert gut den Tatendrang, der auch in vielen anderen Projekten zu bemerken ist; auch in Projekten, in denen teilweise noch Verwirrung herrscht. Die Schüler versuchen, ihre eigenen Interessen und Wünsche in die Projekte einzubauen und sind aktiv an der Gestaltung beteiligt.
Dies erklärt möglicherweise auch die gute Stimmung, die in vielen Projekten herrscht. Alyanna sagt dazu: „Bis jetzt macht es Spaß, es ist eine Abwechslung zum normalen Unterricht. Man kann viel mit Freunden und auch mit den Lehrern machen. Es ist besser als normaler Unterricht.“
Man merkt: Eine positive Einstellung und eine Herangehensweise, die an den eigenen Interessen orientiert ist, macht die Projekte deutlich unterhaltsamer. Auch, wenn es teilweise noch offene Fragen gibt.
Soziales Miteinander
Die Klassenstufe 9 nimmt ebenfalls an der Projektwoche teil — jedoch aufgeteilt in zwei Gruppen. Der Großteil der Klassenstufe hat sich für ein Sozialpraktikum angemeldet, das sich mit dem Leitthema „Wir als Gesellschaft — Wie sehen unsere ‚Zusammenhalter‘ aus?“ auseinandersetzt.
Die Gruppe von Schülern im Schulhaus befasst sich mit dem Umgang der Gesellschaft mit der Zukunft. Nachrichtensendungen spielen heutzutage eine große Rolle bei der Übermittlung einer Zukunftsvision. „Meistens wird nur über negative Sachen berichtet“, erklärt Lukas Böger. „Dabei entsteht bei den Menschen ein eher negatives Weltbild, das auch ihre Sicht auf die Zukunft beeinflusst.“
Die Aufgabe ist es, eine alternative Nachrichtenshow in Kleingruppen zu drehen. Das Besondere: es soll ein positiver Zukunftsausblick entwickelt werden. Dafür sammeln die Schüler „good news“, fassen diese in einem Skript zusammen und drehen ihre eigene, kleine Nachrichtensendung. „Es ist wichtig, auch in Zeiten, in denen die Nachrichten von schlimmen Geschehnissen überschwemmt sind, zu erkennen, dass es immer Anlass zur Hoffnung gibt“, so die Einschätzung der Schüler.

Mein Zukunfts-Ich
Heute befasste sich die Gruppe, immer noch von Theaterpädagoginnen unterstützt, mit den eigenen Gefühlen zur Gegenwart und Zukunft. Die Schüler und Schülerinnen reflektierten ihre Sorgen und Befürchtungen sowie ihre Hoffnungen und Wünsche, für sich selbst und für die Welt.
Außerdem wurden diese wieder in Standbildern und kleinen Szenen dargestellt. Sarah Röder und Lilli Schuster aus der J1, welche das Projekt leitend unterstützen, sind überrascht, wie viele Gedanken sich die 13- bis 14-Jährigen heute schon über ihre berufliche Zukunft machen und teilweise auch schon konkrete Pläne haben.
Ein Teilnehmer, Noah Frankenhauser, ist mit großem Interesse dabei: „Man lernt neue Sachen über sich selbst. Es gibt viel Input und Abwechslung.“
Für die Politik und die Welt wünschen sich die Jugendlichen aber vor allem eines: Frieden und einen positiven Ausblick in die Zukunft.

Mit Kopf, Herz und Hand gesund groß werden!
Schon von Weitem hört man aus dem Musikraum Klavier, Saxophon und Schlagzeug ertönen, deren Melodie sich mit Hilfe der vielfältigen Singstimmen zahlreicher Kinder zu harmonischen Klängen vereinen.
Die Klassenstufe 6 bereitet sich unter Leitung von Herrn Hohensee, Frau Förnzler, Herrn Stein und Frau Hartmann auf den Auftritt am kommenden Freitag vor, bei dem sie die Eröffnung der Schulveranstaltung übernehmen werden. Dies dient als Ersatz für den Klassenstufenbeitrag beim Jazz-Konzert, welches aufgrund der Projektwoche nicht stattfinden wird.
Eine Besonderheit des Ganzen: statt einzelner Klassen wird die gesamte Stufe miteinander musizieren. Am Ende sollen dabei drei Musikstücke aufgeführt werden: einmal das gemeinsame französische Freundschaftslied „Es lebe l’amitié – vive la Freundschaft“ aus dem Repertoire der Fantastikinder, dann ein selbstkomponiertes Rhythmusstück, welches die Schüler durch Bodypercussion zu körperlichem Tun bewegen soll, und als letztes der allseits bekannte Song „A million dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“. Wer sich für genauere Einzelheiten bezüglich der Stücke interessiert, kann sich am Freitagnachmittag selbst ein Bild davon machen.
Ziel des Projekts ist das gemeinsame Musizieren, jedoch wird der Fokus diesmal auch auf die Zukunft gerichtet und darauf, dass die Kinder im Einklang mit sich selbst erwachsen werden können.


„Bauprojekt“ für die zukünftige Cafeteria
Sobald man den VKL-Raum betritt, merkt man schnell, wie fleißiges Tüfteln und reges Schaffen das Zimmer füllen. Ziel des Ganzen? Ein mobiler Tresen für die Snackbar und Cafeteria.
Der Tresen wird hierbei aus Holzplatten aus dem Baumarkt bestehen. Zurzeit wird die Holzplatte, welche die Oberfläche des Tresens darstellen soll, in eine runde Form geschliffen. Beaufsichtigt und geleitet wird dies von Herrn Diether, Frau Duffner und Frau Hertweck.
Abschließend soll der Tresen bunt mit Farbe bestrichen werden. Welche Farben und, wenn überhaupt, welches Muster benutzt wird, muss noch ausdiskutiert werden. Wir freuen uns aber auf jeden Fall auf das Ergebnis!

Blick zurück: Geschichte(n) aus unserer Schule
In diesem Projekt wird fleißig recherchiert und in alten Dokumenten gesucht, denn diese Gruppe will die Geschichte des Stromberg-Gymnasiums aufarbeiten.
Dafür interviewen die Teilnehmenden verschiedene Lehrkräfte, zum Beispiel Herrn Schmolck, welcher nicht nur als Lehrer, sondern auch als Schüler das Stromberg-Gymnasium besucht hat. Auch ehemalige Abiturienten und Abiturientinnen sowie die Schulleiterin Frau Kranich werden befragt, um einen Vergleich zwischen früher und heute zu ziehen.
Auch am Gebäude erkennt man eine Entwicklung der Schule, da dieses früher kleiner war und der untere Teil erst 2008 hinzu gebaut wurde. Von außen ist dieser Anbau gut durch seine etwas dunklere Farbe erkennbar.
Das persönliche Highlight der Gruppe, auf das sie in ihrer bisherigen Recherche gestoßen ist, ist eine Zeitkapsel von 1999, welche unter der Schule vergraben ist. Allerdings lässt sich diese nicht ohne großen Aufwand bergen, da sie unter der Schule, bedeckt von Beton, liegt.
Ihre Ergebnisse will die Gruppe am Ende der Woche auf einer Pinnwand präsentieren.




Berichte und Fotos: Roxanne Aichinger, Alisa Cords, Emilia Kopp, Marlene Meinholdt, Noah Stenzel, Noah Tantner